EcoFair rules!
Die neue Rolle des internationalen Agrarhandels im Spannungsfeld der Klima-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise
Die landwirtschaftliche Produktion, ihre Märkte und der Handel mit Agrargütern sind in ihrer heutigen Form diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Einen Vorgeschmack darauf haben die Preisentwicklungen für Nahrungsmittel 2007/08 gegeben, in denen die durchschnittlichen Weltmarktpreise in kürzester Zeit um mehr als 100 Prozent anstiegen und dadurch akut mehr als 150 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen waren.
Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat international zu vielfältigen handelspolitischen Reaktionen geführt. Während viele internationale Akteure auf den Abschluss der Doha-Runde als einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Hunger drängten, verhängten große Produktionsländer ad-hoc protektionistische Maßnahmen. So stoppten einige Länder ihre Exporte, um die Ernährung ihrer eigenen Bevölkerung zu sichern und trieben damit die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel wie etwa Reis zusätzlich in die Höhe.
Es ist an der Zeit, die Regeln und Ströme des internationalen Agrarhandels im Spannungsfeld der großen globalen Krisen (u. a. Klima-, Ernährungs- und Finanzkrise) zu überdenken und neu zu definieren. Müssen bestehende politische und institutionelle Rahmenbedingungen angepasst werden, damit die internationalen Handelsbeziehungen im Agrarsektor die heutigen Krisen nicht noch verschärfen? Welchen Beitrag kann der Agrarhandel zur Lösung der Ernährungskrise leisten? Welche Rolle kann und sollte die WTO bei all diesen Entwicklungen spielen? Welche Alternativen bieten regionale Handelsabkommen? Und wie interagieren das internationale Klimaregime und die Agrarhandelsregeln? Wir möchten Sie im Nachklang zu den drei Großereignissen 2009, dem World Food Summit im November und den WTO- und Klimaverhandlungen im Dezember, herzlich einladen mit uns gemeinsam auszuwerten, zu diskutieren und weiterzudenken.
Anmeldung
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Konferenzsprachen
Alle Redebeiträge zur Konferenz werden simultan vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt übersetzt.
Kontakt
Christine Chemnitz, Referentin EU-Projekt EcoFair Trade, chemnitz@boell.de , Tel +49-30-285 34 312
Michaela Birk, Politische Beraterin/Projektmanagerin, michaela@boellstiftung.org, Tel +49-30-40048 483
Tagungsort
Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin-Mitte
Mit der S-Bahn oder mit der U-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße. Ausgang über die Spree, dann Albrechtstraße, Reinhardtstraße überqueren und nach links in die Schumannstraße.