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Über das Eco Fair Trade Project:
Die landwirtschaftliche Handelspolitik hat in den letzten Jahrzehnten - nicht zuletzt auch wegen ihrer Neigung, weltweit stärkere Staaten schwächeren gegenüber zu bevorteilen - zu massivem Preisverfall, Preisinstabilitäten sowie zu Marktkonzentrationen und einer Industrialisierung der Agrarproduktion auf globalem Niveau beigetragen – sehr zum Schaden von Mensch und Umwelt.

 

Die Unterbrechung der Doha Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation WTO repräsentiert dabei nur das jüngste Symptom für das Scheitern der derzeitigen landwirtschaftlichen Handelspolitik. Zum gleichen Zeitpunkt initiierte der Eco Fair Trade Dialogue einen Reformvorschlag, um diese Politik fundamental neu zu überdenken und zu gestalten.

 

Der Eco Fair Trade Dialogue ist ein Projekt der Heinrich Böll Stiftung in Zusammenarbeit mit misereor, moderiert durch das Wuppertal Institut. Das Hauptziel des Projektes ist es, die Debatte über eine Reform der derzeitigen multilateralen Regeln des internationalen Agrarhandels zu bereichern und zu beeinflussen, indem weitergehende Leitfäden und Instrumente entwickelt werden, die den sozialen und ökologischen Herausforderungen der globalen Landwirtschaft im 21. Jahrhundert gerechter werden.

 

In der ersten Phase des Eco Fair Trade Dialogue (Beginn: März 2005) wurde ein KONKRETER VORSCHLAG FÜR EIN NEUES RAHMENWERK LANDWIRTSCHAFTLICHER HANDELSSTRUKTUREN entwickelt und in einem internationalen Dialogprozess mit Teilnehmern relevanter Anspruchsgruppen aus aller Welt abgestimmt.

 

In der zweiten Phase des Eco Fair Trade Dialogue (Beginn: Januar 2007) werden diese Reformvorschläge weiter ausgearbeitet und in einer Reihe von Folgeveranstaltungen im internationalen Dialog diskutiert. Darüber hinaus ist geplant, die Vorschläge durch spezielle Umsetzungsmaßnahmen zu konkretisieren.