Der internationale Handel wird als Rückgrat der Weltwirtschaft betrachtet. Dass er sich positiv auf alle Beteiligten auswirkt, gilt als unumstößliche Wahrheit. Doch die konkreten Erfahrungen zeigen, dass in vielen Ländern ländliche Armut und Umweltzerstörung zunehmen.
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Zusammen mit den USA ist die EU der weltweit größte Agrarexporteur. Der Agrarmarkt in der EU ist gesättigt, und die europäische Landwirtschaft produziert seit vielen Jahren Überschüsse, vor allem von Milch und Fleisch. Mit Hilfe von Subventionen werden sie künstlich verbilligt und ins Ausland exportiert.
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Obwohl weltweit noch nie so viele Lebensmittel produziert wurden und theoretisch genügend Nahrungsmittel für alle Menschen zur Verfügung stehen, nimmt die Zahl der Hungernden zu: knapp eine Milliarde Menschen haben nicht ausreichend zu essen. Vor allem die ländliche Armutsbevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern ist unterernährt, weil Monokulturen, Verschuldung und Landraub um sich greifen.
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Produkte, die an der Börse gehandelt werden und deren Kurse steigen, sind attraktiv für Anleger. Das so investierte Kapital, heißt es, belebe den Wirtschaftsektor. Tatsächlich profitieren bei der Spekulation mit Lebensmitteln Investoren, Großproduzenten und –händler, nicht aber Produzenten oder Konsumenten in den ärmsten Ländern der Welt, die bis zu achtzig Prozent ihrer Einnahmen für ihre Ernährung ausgeben.
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