Neuigkeiten

Menschenrechte in der EU-Handelspolitik – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Link-Sammlung zum EU-Indien-Gipfel
EU-Indien-Gipfel mit Drohgebärden
Pressemeldung zum EU-Indien-Gipfel
Studie: Recht auf Nahrung - Folgenabschätzung des EU-Indien-Freihandelsabkommen

Lebensmittelspekulation

Produkte, die an der Börse gehandelt werden und deren Kurse steigen, sind attraktiv für Anleger. Das so investierte Kapital, heißt es, belebe den Wirtschaftsektor. Tatsächlich profitieren bei der Spekulation auf Lebensmitteln Investoren, Großproduzenten und –händler, nicht aber Produzenten oder Konsumenten in den ärmsten Ländern der Welt, die bis zu achtzig Prozent ihrer Einnahmen für ihre Ernährung ausgeben. Als 2008 die Weltmarktpreise für Mais, Weizen und Reis in die Höhe schnellten und Börsenmakler satte Gewinne einfuhren, stieg die Anzahl der Hungernden erstmals auf über eine Milliarde Menschen. Wenn das Menschenrecht auf Nahrung nicht nur auf dem Papier stehen soll, muss die Spekulation mit Lebensmitteln unterbunden werden. Versicherungen und Kredite, die Landwirte künftig erwerben sollen, um sich gegen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt abzusichern, sind keine Lösung. Sie dienen vielmehr als zusätzliche Einnahmequelle für Investmentbanken und beschleunigen die Spekulation mit Lebensmitteln.

Events

Workshop zum Thema "EU-Indien Freihandelsabkommen: Für wen?" in New Delhi
Demo: Bauernhöfe statt Agrarindustrie am 21.Januar 2012
Pressekonferenz und Lobby Briefing in Berlin
Nahrungsmittelpreise sind von vielen Faktoren abhängig, u.a. vom Umfang der Ernte. Finanzspekulationen können die Preise jedoch zusätzlich in die Höhe treiben.
Zahlreiche wichtige Fragen wurden angesprochen, Entscheidungen jedoch vertagt.