Neuigkeiten

Menschenrechte in der EU-Handelspolitik – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Link-Sammlung zum EU-Indien-Gipfel
EU-Indien-Gipfel mit Drohgebärden
Pressemeldung zum EU-Indien-Gipfel
Studie: Recht auf Nahrung - Folgenabschätzung des EU-Indien-Freihandelsabkommen

Ernährungssicherheit

Obwohl weltweit noch nie so viele Lebensmittel produziert wurden und theoretisch genügend Nahrungsmittel für alle Menschen zur Verfügung stehen, nimmt die Zahl der Hungernden zu: knapp eine Milliarde Menschen haben nicht ausreichend zu essen. Vor allem die ländliche Armutsbevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern ist unterernährt, weil Monokulturen, Verschuldung und Landraub um sich greifen. Ernährungssicherheit entsteht nicht durch Agrar- und Nahrungsmittelimporte, wie u.a. die Lebensmittelindustrie behauptet. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit eines Landes oder einer Region, den Nahrungsmittelbedarf aus eigenen Ressourcen zu decken. Dafür muss die bäuerliche Landwirtschaft vor Ort geschützt und gefördert werden, denn sie ist Grundlage für den Zugang zu Lebensmitteln und auch für deren Qualität. Deshalb müssen alle Staaten das Recht haben, ihre Agrar- und Nahrungsmittelproduzenten zu schützen. Das gilt auch für die Ausfuhrbestimmungen von Futtermitteln, Palmöl, Baumwolle und anderen Produkten in die EU, für deren Anbau in Entwicklungs- und Schwellenländern wertvolles Ackerland benötigt wird, dass für Grundnahrungsmittel dann nicht mehr zur Verfügung steht. Die Ernährung der lokalen Bevölkerung hat Vorrang gegenüber Exporten.

Events

Workshop zum Thema "EU-Indien Freihandelsabkommen: Für wen?" in New Delhi
Demo: Bauernhöfe statt Agrarindustrie am 21.Januar 2012
Pressekonferenz und Lobby Briefing in Berlin
Die Medien haben in den vergangenen Tagen vermehr über den EU-Indien-Gipfel berichtet. Wir haben einige interessante Links zusammengestellt.
Nahrungsmittelpreise sind von vielen Faktoren abhängig, u.a. vom Umfang der Ernte. Finanzspekulationen können die Preise jedoch zusätzlich in die Höhe treiben.
Die Europäische Union und die indische Regierung handeln derzeit ein bilaterales Freihandelsabkommen (FTA) aus. Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Indien haben das Abkommen analysiert und zeigen die Gefahren auf.
Beim EU-Indien-Gipfel am 10. Februar steht erneut das Freihandelsabkommen auf der Agenda. Zu einer Einigung wird es vermutlich nicht kommen, denn die Vorstellungen der beiden Partner klaffen zu weit auseinander.
MISEREOR und Heinrich-Böll-Stiftung warnen: Geplantes Handelsabkommen bedroht Recht auf Nahrung in Indien
Das EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet die Ernährungssicherheit in Indien
Zahlreiche wichtige Fragen wurden angesprochen, Entscheidungen jedoch vertagt.
Das Hintergrundpapier von Glopolis untersucht die Ursachen und Charakteristika des Hungers weltweit.