Neuigkeiten

Video: Ecofair Media - Gutes Essen für Alle
"ALBTRAUF" – Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg (EcoFair Media)
"Reichtum" - David Schittek (EcoFair Media)
"Our Daily Bread" – Pavel Ruzyak (EcoFair Media)
"Ackerbunt" – Jakob Fuhr, Christine Anas, Elisabeth Weydt (EcoFair Media)

Agrarhandel

Der internationale Handel wird als Rückgrat der Weltwirtschaft betrachtet. Dass er sich positiv auf alle Beteiligten auswirkt, gilt als unumstößliche Wahrheit. Doch die konkreten Erfahrungen zeigen, dass in vielen Ländern ländliche Armut und Umweltzerstörung zunehmen. Kleinbäuerliche Produzenten in Nord und Süd verlieren den Zugang zu Land, Wasser, Saatgut – und Märkten. Biologische und kulturelle Vielfalt in der Landwirtschaft gehen verloren. Wenigen Gewinnern aus der Nahrungsmittelindustrie stehen viele Verlierer gegenüber, einschließlich der Konsumentinnen und Konsumenten. Die Abhängigkeit von Agrarimporten kann verheerende Auswirkungen haben. Etwa dann, wenn die Preise in die Höhe schnellen und Länder nicht mehr in der Lage sind, genügend Grundnahrungsmittel einzukaufen, um ihre Bevölkerung zu ernähren. Deshalb muss der Agrarhandel sozialen und ökologischen Kriterien untergeordnet werden.
Die Medien haben in den vergangenen Tagen vermehr über den EU-Indien-Gipfel berichtet. Wir haben einige interessante Links zusammengestellt.
Diskussionspapier des EcoFair Trade Dialogs von Armin Paasch
Die Europäische Union treibt mit subventionierten Agrarexporten afrikanische Bauern in den Ruin. Deshalb müssen diese Länder mehr Lebensmittel importieren. Wenn dann die Weltmarktpreise steigen, hungern die Armen. Neue Freihandelsabkommen werden diese Probleme verschärfen.
Der Animationsfilm "The Meatrix Relaunched" kritisiert auf satirische Weise Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft.
Was hat das Schnitzel auf unserem Teller mit dem Regenwald in Brasilien zu tun? Wie werden Nutztiere gehalten, und welche Auswirkungen hat Massentierhaltung auf Hunger, Armut und Umwelt?
Klima-, Rohstoff- und Entwicklungsexperten fordern auf der MISEREOR-Konferenz in Berlin dringende Änderungen in Politik und Gesellschaft.
Das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf der Grünen Woche ist ein Beispiel dafür, wie unter Schwarz-Gelb die Grenzen zwischen Regierung und Agrarlobby verschwimmen. So bleibt nicht nur die interessierte Öffentlichkeit außen vor, sondern auch NGOs und Vertreter der ökologischen, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft sucht man vergebens.
Beim EU-Indien-Gipfel am 10. Februar steht erneut das Freihandelsabkommen auf der Agenda. Zu einer Einigung wird es vermutlich nicht kommen, denn die Vorstellungen der beiden Partner klaffen zu weit auseinander.